Kraft der Sonne heizt Haus

Solarkollektoren auf dem Dach

Die Sonnenenergie ist eine der am häufigsten genutzten regenerativen Energiequellen. Es ist die beliebteste Energiequelle der deutschen Bundesbürger und es sind bereits weit über 1 Million Anlagen aufgestellt. Trotz der weiten Entfernung (ca. 150 Millionen km) von der Erde hat die Sonne eine derart intensive Kraft, dass man den weltweiten Energiebedarf durch die jährlich erreichenden Strahlen über 10.000-mal decken könnte. Laut verschiedener Experten würde das Aufstellen von Solarkraftwerken auf 1% der Fläche der Sahara ausreichen, um den kompletten Stromverbrauch der Welt zu decken. Zudem ist die Sonnenenergie überall verfügbar (unterschiedliche Regelmäßigkeit je nach Region) und die Sonne schickt uns keine Rechnung. Die Energie der Sonne kann zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung (Solarthermie) sowie zur Stromerzeugung (Photovoltaik) genutzt werden.

25 Jahre Laufzeit
Die Aufstellung von Solaranlagen kann entweder als Dachintegration oder aber als Aufdachmontage angebracht werden. Bei der Lösung als Dachintegration ersetzen die Photovoltaik-Module, bzw. Solarkollektoren die Dacheindeckung. Dadurch wirkt die Konstruktion moderner und ästhetischer, allerdings ist sie aus technischer Sicht gesehen die anspruchsvollere Variante. Bei der Aufdachmontage werden die Module/Kollektoren mit Hilfe von Montageschienen auf die vorhandene Dacheindeckung montiert. Diese Variante setzt allerdings eine wasserdichte Dacheindeckung voraus und ein relativ neu bestehendes Dach zum Zeitpunkt der Installation, da die Anlagen in der Regel eine Laufzeit von 25 Jahren haben. Bei möglichen Reparaturen am Dach müsste sonst die Anlage teilweise oder auch ganz demontiert werden, was wiederum Leistungsausfälle zur Folge hätte. 

Ausrichtung nach Süden
Die Ausrichtung von Solaranlagen sollte optimalerweise Richtung Süden und in einem gewissen Winkel aufgestellt sein. Bei Flachdächern können die Anlagen auf Gestellen montiert werden. Bei kleineren Verschattungen reagieren beide Systeme unterschiedlich. Während bei Solarthermieanlagen kaum Leistungseinbußen zu verzeichnen sind, kann die Verschattung bei Photovoltaikanlagen erhebliche Ertragsminderungen verursachen. Der Grund hierfür liegt im Generator (miteinander verbundene Photovoltaik-Module). Durch die Reihenschaltung der Module bestimmt das schwächste Modul die Leistung der ganzen Reihe.

Solarthermie
Im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen führen Abweichungen nach West oder Ost kaum zu Einbußen. Im Idealfall sollte die Dachneigung zwischen 25°C und 60°C liegen, wenn man die Solarenergie zur Heizungsunterstützung verwendet. Der Grund hierfür liegt in den Jahreszeiten. Kleine Neigungswinkel erhöhen die Ausbeute im Sommer, während größere Neigungswinkel die Ausbeute in den Wintermonaten effizienter machen. Da die Heizung mit bis zu 80% den größten Posten beim Energieverbrauch im Haushalt darstellt, macht eine optimal aufgestellte Solaranlage auf jeden Fall Sinn.