Holzhäuser nachhaltige Bauweise

FERTIGHAUS  MASSIVHAUS  HOLZHAUS

Ökologisches Holzhaus

Den Wald vor Bäumen nicht sehen: Deutschland hat viel Wald und doch stehen hier meist Häuser aus Stein. Dabei ist ein Holzhaus ein Beweis für nachhaltiges Bauen. Holzbau erfreut sich zunehmender Beliebtheit in Deutschland. Obwohl der klassische Hausbau noch immer aus Steinen erfolgt. Die Blockhäuser aus Skandinavien haben Ihre Freunde auch bei uns gefunden und inzwischen ist der Holzbau sehr vielseitig und hat sich moderner Architektur und höchsten Kundenansprüchen angepasst.

Holzhaus Teil des Umweltschutzes
Beim Holzbau werden natürlich auch noch andere Baustoffe verwendet, wie z.B. Glas für die Fenster, Bodenbeläge, Öle, Farben, Dämmstoffe. Bei der Auswahl kann der Architekt oder Bauherr bereits entscheiden in welchem Maße er seine Entscheidung für ein Design von ökologischen Gesichtspunkten beeinflussen lässt. Und damit auch inwieweit sein neues Eigenheim als aktiver Teil des Umweltschutzes gesehen werden kann.

Dämmung eines Holzhauses
Sich nur ein Holzhaus zu bauen und dann schädliche Stoffe bei der Dämmung oder Einrichtung zu verwenden ist ein Wiederspruch an sich. Moderne Dämmstoffe sind z.B. Zellulose, Flachs, Hanf, Schurwolle oder der Getreidedämmstoff Ceralith. Der Einsatz dieser Dämmstoffe ermöglicht den Verzicht auf eine chemische Behandlung der tragenden Holzteile.

Rohstoff Holz
Holz wächst nach- Was aber passiert, wenn wir jetzt plötzlich alle Häuser aus Holz bauen würden und zudem noch mit Holz heizen wollen? Ist der Wald in Deutschland dann ganz schnell leer? Nein, das wird auf keinen Fall passieren. Hypothetisch ergeben sich folgende Zahlen: Jeder Bundesbürger baut ein Haus in Holzbauweise= 80 Mio. Menschen brauchen 2 Mio. Hektar Waldfläche. In Deutschland gibt es zurzeit ca. 11 Mio. Hektar Waldfläche. Jeder Bundesbürger will mit Holz als Brennstoff heizen= 80 Mio. Menschen brauchen dann 7,6 Mio. Hektar Waldfläche. Das entspricht ¾ des gesamten Waldbestandes in Deutschland.

Bauweisen beim Holzhaus

Skelettbauweise: Tragwerk besteht aus vertikalen und horizontalen Trägern und leitet auftretende Vertikallasten über die Fundamente in den Baugrund. Durch diagonale Holzstreben oder Stahlabspannungen werden die Horizontalkräfte in wenige Gefache ausgesteift. Hier ergibt sich größtmögliche Flexibilität bei der Fassaden- und Raumgestaltung oder späteren Umbauten. Durch bereits in der Zimmerei vorgefertigte, abgebundene Holzskelette und die frühe Möglichkeit das Dach als Witterungsschutz für spätere Arbeiten zu nutzen, ergibt sich eine kurze Bauzeit. Wenn einmal das Grund-Skelett steht, kann mit dem Ausbau begonnen werden,- auch in Eigenleistung des Bauherrn. Die Stützenabstände unterliegen derzeit noch keiner Standardisierung. Ein höherer Aufwand für Anschlüsse der nachträglich eingebauten Wände und Fassadendurchdringungen des Tragwerks müssen eingeplant werden. Historisch kennen wir die Skelettbauweise als Fachwerkbau. Die Aussteifung erfolgt durch eng stehende diagonale Streben und Wände/Räume entstehen durch Ausfachung des Fachwerks.

Rippenbauweise:
Im 19. Jahrhundert nach Amerika gebracht, in den 80er Jahren nach Deutschland reimportiert. Zimmereien haben die Bauweise den hiesigen Normen und Gesetzen angepasst und Standards entwickelt. Diese sind Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit und Effektivität. Hauptmerkmal der Rippenbauweise ist der Verbundkonstruktion aus vertikallastentragenden Rippen bzw. Ständern und der aussteifenden Beplankung. Die Beplankung erfolgt üblicherweise mit OSB-Platten oder Spanplatten. Für die Rippen gelten die Vorgaben: 6/16cm und sie sind in einem Raster von 62,5cm angeordnet. Es stehen drei unterschiedliche Vorfertigungsgrade zur Verfügung.

Rahmen- oder Holzrahmenbauweise:
Die verbreiteteste Form mit geringem Vorfertigungsgrad und der Möglichkeit zu einem hohen Anteil an Eigenleistungen

Holztafelbauweise:
Ganze Wände oder Wandabschnitte werden in der Zimmerei vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengeführt. Die Tafeln werden oberflächenfertig vorgefertigt, wodurch kaum die Möglichkeit zu Eigenleistungen besteht. Die Bauzeiten von 8-12 Tagen bis zur Schlüsselübergabe für ein Einfamilienhaus ist aber ein eindeutiger Vorteil.

Raumzellenbauweise:
Innerhalb weniger Tage werden komplette Raumeinheiten, oberflächenfertig mit Fenster und Türen, am Montageort zu Gebäuden aneinandergereiht oder gestapelt. Möglichkeiten zur Eigenleistung bestehen nicht und der Maschinenaufwand für den Transport und die Montage sind groß. Dafür ist die Bauzeit extrem kurz, innerhalb weniger Tage steht das neue Eigenheim.

Massivholzbauweise:
Einzelne Hölzer ergeben zusammengesetzt einen massiven Bauteil. Der Anteil an Holz ist bei dieser Bauweise sehr hoch.

Man unterscheidet noch:

· Blockbauweise:
Grob bearbeitete Rundhölzer ergeben horizontal aufeinander gestapelt ergeben Außen- und Innenwände. Allerding muss zusätzlich gedämmt werden, z.B. in Form einer Kerndämmung.

· Brettstapelbauweise:
Bietet die Möglichkeit aus kostengünstigen Rest- und Schwachholz-Brettern mit einer Stärke von 24-33 mm die Wände zu errichten. Als Verbindungsmittel dienen Dübel oder Drahtstifte.