Heizen mit Holzschnitzeln

Scheitholz/Hackschnitzel/Pellets

Energiequelle Holz
Da Holz über Jahrtausende die Energiequelle schlechthin war, macht es Sinn, Holz weiterhin als Heizmaterial zu verwenden. Momentan wächst Holz noch so schnell nach, dass man das Potential noch weiter ausschöpfen kann. Im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen, weist Holz beim Verbrennen einen geringeren Kohlendioxidausstoß auf. Zur Verwendung als Heizmittel kommen vor allem Scheitholz und Hackschnitzel zum Einsatz. Mit dieser preiswerten Brennstoffalternative werden mit Hilfe von Hackschnitzelkesseln Schwimmbäder, Schulen oder Wohngebiete beheizt. Zusätzlich kann man Strom ins öffentliche Netz durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen einspeisen.

Effiziente Holzpellets
Wesentlich energiegeladener und damit auch effizienter sind die sogenannten Holzpellets. Diese bestehen aus Sägespänen und werden mit hohem Druck gepresst, was einen geringen Feuchtigkeitsanteil zur Folge hat. Die Pellets werden  aufgrund ihrer Form entweder in Säcken gekauft oder per Tankwagen angeliefert. Durch ihre Form kann man sie optimal in Gewebesilos oder Erdtanks lagern. Zur Funktionsweise: Über die Silos, bzw. Erdtanks gelangen die Pellets über sogenannte Schnecken oder Gebläse vollautomatisch in den Brenner. Eine programmierte Steuerungsanlage sorgt für eine optimale Mengenzufuhr. Durch eine geregelte Luftzufuhr werden eine optimale Verbrennung und ein gleich bleibender Wirkungsgrad gewährleistet. Moderne Anlagen überwachen hierbei kontinuierlich den Verbrennungsablauf, die Leistung und die Wärmeverteilung.

Vorteile einer Pelletsheizung
Im Privatbereich werden Ein-, bzw. Zweifamilienhäuser mit der Wärme aus Holz durch eine Zentralheizung versorgt. Als Faustformel gilt: 2 kg Pellets entsprechen 1 l Heizöl, bzw. 1 m³ Erdgas. Bei der Qualität gibt es auch hier Unterschiede. Man sollte darauf achten, dass die Pellets eine glatte Oberfläche und einen geringen Bruch, bzw. Staubanteil haben. Verbraucher sollten sich nach der DIN oder der österreichischen ÖNORM orientieren. Für die Pelletheizungen ist das Umweltzeichen „Blauer Engel“ vorgesehen. Die Anlagen kann man entweder im Heizungsraum oder im Wohnbereich aufstellen. Im Wohnbereich können wasserführende Pelletöfen einen Teil der erzeugten Wärme in das Zentralheizungssystem geben. Luft- oder wasserführende Modelle können wahlweise mit Scheitholz oder Pellets betrieben werden. Für die Aufstellung im Heizungsraum werden Pellet-Zentralheizungen oder Pellet-Scheitholz-Kombikessel angeboten.

Vorteile:
-    Vollautomatische, bequeme Wärmeversorgung
-    Geringer Betreuungsaufwand (automatische Brennstoffzündung, Entaschung und Wärmetauscherreinigung sind die Regel)
-    Sehr hoher Wirkungsgrad durch optimale Verbrennung (dosierte Brennstoffzufuhr)
-    Sehr geringer Emissionsausstoß

Holzpelletheizungen eignen sich auch sehr gut in Verbindung mit thermischen Solaranlagen. So kann man vor allem im Sommer den Ofen schonen und den Warmwasserbedarf durch die Kraft der Sonne decken. Mehr Infos und aktuelle Förderrichtlinien und Sätze zur Förderung moderner Holzheizungen unter:
www.bafa.de
www.kfw-foerderbank.de