Geringer Energieverbrauch

Energeistandard beim Niedrigenergiehaus

Der Begriff Niedrigenergiehaus bezeichnet einen Energiestandard für Neubauten, aber auch für sanierte Altbauten, die einen sehr geringen Energiebedarf für Heizwärme und Warmwasser haben. Diese Werte dürfen das energietechnische Niveau (derzeit EnEV 2009) nicht überschreiten. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Der Heizwärmebedarf von Niedrigenergiehäusern darf höchstens 70 kWh, bzw. 7 Liter Heizöl oder 7 cbm Erdgas pro Jahr und qm verbrauchen.

Baukosten beim Energiesparhaus
Der Mehraufwand an Kosten für ein Energiesparhaus beläuft sich auf etwa 3-8% über den normalen Baukosten. Das sollte es dem Bauherrn aber auch wert sein. Denn als positiver Aspekt lässt sich hier sagen: Das Niedrigenergiehaus hat einen sehr guten Wärmeschutz, die Bauweise vermeidet Wärmebrücken, die Gebäudehülle hat eine normgerechte Dichtheit, die Fenster haben alle eine Wärmeschutzverglasung und im Inneren des Hauses sorgen eine kontrollierte Wohnungslüftung und eine effiziente Haustechnik für angenehmen Wohnkomfort und gesunde Raumluft. Darüberhinaus sollte das Gebäude eines Niedrigenergiehauses eine kompakte Form aufweisen und eine gute Gebäudehülle haben, um die niedrigen Werte der EnEV einzuhalten.

Wichtige Faktoren für den Bau eine Niedrigenergiehauses
- Lage des Hauses und das örtliche Klima
- Ausrichtung der Hauptfensterflächen nach Süden
- Vermeidung von Wärmebrücken in der Außenhülle
- Ordentliche Dämmung: 20-40 cm dick, gute Dachdämmung, aber auch Kellerdecke und -Geschossdecke müssen gut gedämmt sein
- Lüftung: Eine kontrollierte Belüftung mit 80% Wärmerückgewinnung aus der Abluft
- Fenster: Wärmeschutzglas mit 2- oder 3-facher Verglasung
- Hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle
- Solarenergie: Eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und evtl. Heizung
- Energieeffiziente Heizungsanlage
- Stromverbrauch: Einsatz von stromsparenden Haushaltsgeräten, wie Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher etc.