Gütesiegel der DENA bei Energieeffizienzhäusern

DENA Gütesiegel für Energieeffizienzhäuser

Die Energieeffizienz ist heute ein wichtiges Kriterium im Bereich des Neubaus oder bei bestehenden Immobilien. Unsichere Zukunft in Bezug auf die Energiepreissteigerungen und eine mögliche Unabhängigkeit sind der Hauptanreiz, wenn es um die Wahl eines Energiesparhauses geht. Zudem leistet man natürlich mit niedrigen Energieverbrauchswerten auch gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz. Ob beim Fertighaus oder Massivhaus, ob ein regionaler Bauträger oder ein bundesweiter Hersteller/Anbieter ausgewählt wird – mittlerweile bieten fast alle Baufirmen die energieeffiziente Bauweise an.

Woran man ein Energieeffizienzhaus erkennt
Wer nun sicherstellen will, dass er ein Energieeffizienzhaus auch wirklich nach den dafür vorgesehenen Standards erhält, kann sich diese durch das Gütesiegel der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bestätigen lassen. Dieses Siegel wird nur vergeben, wenn der entsprechend niedrige Verbrauch durch ein qualitätsgesichertes Verfahren nachgewiesen wird.

Vorteile des dena-Gütesiegels
Alle Miet- und Kaufinteressenten, die ein energieeffizientes Haus bauen wollen, haben durch das Gütesiegel eine verlässliche Entscheidungshilfe. Außerdem macht es keinen Unterschied, ob es sich um einen sanierten Altbau oder um ein Neubauvorhaben handelt. Die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, sind jeweils gleich. Wer nun dieses Gütesiegel erhält, kann auch 100%-ig davon ausgehen, dass er sein Gebäude als Effizienzhaus bezeichnen darf.

Energieausweis

Alle neu gebauten oder sanierten Gebäude mit einem besonders niedrigen Energiebedarf können ein dena-Gütesiegel erhalten. Um nun diese Zertifizierung zu erhalten, muss das Neubauvorhaben, bzw. die Sanierung abgeschlossen sein. Zum Verkauf oder zur Vermietung angebotene Häuser können mit einer solchen Zertifizierung werben. Der Kunde sollte sich allerdings im Kaufvertrag zusichern lassen, dass der jeweilige Energiestandard erreicht und später durch das dena-Prüfverfahren auch bestätigt wird.

Anforderungen für das dena-Gütesiegel
Mit dem Gütesiegel wird die Energieeffizienz eines Gebäudes bewertet. Grundlage hierfür ist aktuell die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009). Die Klasse wird mit einem Zahlenzusatz ausgedrückt, z.B. Energieeffizienzhaus 100. Die Zahl drückt in Prozent aus, wie viel des maximal zugelassenen Energiewerts verbraucht werden darf. Je kleiner nun dieser Wert, desto höher die Energieeffizienz. Dies gilt wiederum sowohl für Neubauten, als auch für sanierte Objekte. Für sämtliche abgeschlossenen Vorhaben akzeptiert die dena auch Berechnungen gemäß der EnEV 2007 oder älterer Verordnungen.

Beantragung des dena-Gütesiegels
Die Eigentümer energieeffizienter Wohnhäuser könne durch einen entsprechenden Antrag das Gütesiegel direkt bei der dena beantragen. Unter der Voraussetzung, dass man den niedrigen Energiebedarf nachweisen kann, schickt die dena den Bauherren nach Prüfung eine sogenannte Effizienzhaus-Plakette zu.

Energieausweis mit dena-Siegel
Jeder Antragsteller muss die hohe energetische Qualität des Neubaus mit einem Energieausweis mit dem dena-Siegel nachweisen. Folgende Anforderungen müssen erfüllt werden, damit das Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden kann:
-    Bedarfsorientierte Berechnung
-    Aufnahme sämtlicher Gebäudedaten nach Fertigstellung (vor Ort persönlich durch den Aussteller)
-    Dokumentation des energetischen Zustands der einzelnen Gebäudebestandteile
Der Nachweis darf nur von Fachleuten ausgestellt werden, die den Qualifikationsanforderungen der Deutschen Energie-Agentur entsprechen und zugleich als Aussteller für Energieausweise mit dem dena-Siegel registriert sind. Alle ausstellungsberechtigten Fachleute finden interessierte Eigentümer in der dena-Expertendatenbank unter ww.zukunft-haus.info