Fertighaus-Bauweise beliebt

FERTIGHAUS  MASSIVHAUS  HOLZHAUS

Holzbauweise

Die Anfänge von Fertighäusern gehen wohl Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende zurück. Als die Menschen aus den Höhlen und Bergen auszogen, bauten Sie sich Häuser aus Holz. Holz ist wohl mit einer der ältesten Werkstoffe auf unserem Planeten. Was anfänglich noch sehr schlicht und unspektakulär aussah, hat sich spätestens mit Entdeckung von Maschinen im Holzbauwesen dramatisch verändert. Das Zusammenspiel von Holz und modernster Technologien ist heute eine qualitativ hochwertige Verbindung und hat mit den Anfängen der Holzbauweise nicht mehr viel zu tun.

Holz ist nachwachsender Rohstoff
Durch die Verwendung von Holz leistet man nicht nur einen Beitrag zur Umwelt, man erhält zudem einen Rohstoff, der ständig nachwächst und einen hervorragenden Wärmeschutz leistet.
So unterschiedlich und vielfältig die Bauweisen heutzutage mit Holz sind, so unterschiedlich ist auch die Popularität in Bezug auf diesen Rohstoff. Während in Skandinavien, Nordamerika, aber auch in Japan Holz eine sehr starke Beliebtheit genießt, gehört Deutschland im internationalen Vergleich noch zu den Nachzüglern. Die ersten Überlieferungen stammen aus dem 12. Jahrhundert, als in Japan die ersten handwerklich vorgefertigten Holzhäuser erstellt wurden.

Holz als Baustoff entdeckt
Leonardo Da Vinci entwarf im späten 15. Jahrhundert das „Casa Mutabile“, ein Haus aus vorgefertigten Teilen. In Europa waren es später diverse Lazarettbaracken für das Militär, das sich der vorgefertigten Holz-Bauweise bediente. Nach unzähligen Kriegen verlor Holz sein bis Dato gutes Image, da es während dieser Zeit vor allem als Heizmittel verwendet wurde und sich zugleich neue Bauweisen aus Stein und Mörtel durchsetzten. Im 19. Jahrhundert dominierte somit die Massivbauweise, bis die Nachfrage nach der Holzbauweise zum Jahrhundertwechsel wieder gestiegen ist. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs ist Holz sehr gefragt, weil man damit Gebäude relativ schnell hochziehen konnte. Architekten und Ingenieure beschäftigen sich zunehmend mit der Holzbauweise. Die industrielle Vorfertigung und die Massenproduktion erweisen sich als wichtige Rationalisierungsfaktoren und die Holzbauweise wird zunehmend verfeinert.

Fertighäuser mit hohem Qualitätsstandard
Mit dem „Packaged House System“ entwickelt der Architekt und Ingenieur Konrad Wachsmann in Zusammenarbeit mit Walter Gopius (Architekt) ein Fertighaussystem in den USA, mit dem beide international bekannt werden. Hierbei konnte man ein Fertighaus innerhalb von 9 Stunden mit ungelernten Arbeitern aufstellen. Beide gelten als Pioniere der modernen Fertigbauweise. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich die Fertighäuser heute auf einem sehr hohen Qualitätsstandard befinden. In Sachen Energieeffizienz sind die Fertigbauten zum Teil schon jetzt den gesetzlichen Standards voraus.

Traditionelle Bauweise

Die wichtigsten Stationen des Fertighauses in Zahlen:

1950: Beginn der deutschen Fertighausindustrie. Später folgen die ersten Musterhäuser.

1958: Bauboom: Dank der Fertigbauweise können sich immer mehr Häuslebauer den Traum vom Eigenheim erfüllen.

1963: Erste Fertighausausstellung wird in Hamburg eröffnet. Die ersten Fachzeitschriften über Fertighäuser erscheinen und interessierte Bauherren können Ihr Haus bei Neckermann, Quelle, Karstadt und Kaufhof bestellen.

1968: Musterhausparks etablieren sich in Deutschland und die Besucherströme bleiben konstant.

1971: 1. Europäisches Fertighaus-Ausstellungszentrum eröffnet in Fellbachbei Stuttgart.

1975: Holz gewinnt eine zunehmende Beliebtheit. Das Naturbewusstsein steigt und  aufgrund der Energiekrise von 1973 halten die ersten innovativen Spartechniken Einzug bei den Fertighausherstellern.

1978: Erneuter Bauboom mit rund 22.000 verkauften Fertighäusern in Deutschland.

1980: Reihenhäuser gewinnen an Beliebtheit und später auch Zweifamilienhäuser im Zuge der immer teurer werdenden Grundstücke.

1989: Gründung der „Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau“.

1993: Die Individualität in Bezug auf die Fassade und den Grundriss wird immer bedeutender.

1995: Die BDF-Mitglieder (Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.) bauen allesamt Niedrigenergiehäuser. Die ersten Architekten und Designer entwerfen Fertighäuser, die ressourcensparende Funktionen erfüllen. „Intelligentes Bauen“ und „Öko-Architektur“ prägen die Fertighausindustrie.

Ab 1996 gewinnen das „3-Liter-Haus“ und das „Passivhaus“ an Bedeutung und werden immer stärker nachgefragt.

2000: Holz gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei der Fassadengestaltung.

2001: Ökologische Kriterien und ein niedriger Energiebedarf wird bei den Fertighausherstellern zum Standard.

2002: Immer mehr Fertighäuser werden als Ausbauhäuser, bzw. Mitbauhäuser verkauft, damit auch nicht so finanzstarke Familien Ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können.

Qualitätsstandards

Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) hat die Hausbau-Zahlen seit 2000 ausgewertet und festgestellt: Allein in den letzten zehn Jahren wurden in Deutschland über 180.000 Eigenheime in Fertigbauweise genehmigt. „Bauen mit vorgefertigten Elementen hat Tradition und ist zukunftsträchtig“, sagt BDF-Geschäftsführer Dirk-Uwe Klaas.

Imagewandel bei Fertighäusern
Der Fertigbau hat in Deutschland eine über 80-jährige Geschichte, die unter anderem im Dessauer Bauhaus ihren Ursprung nahm. Fertighäuser hatten lange mit Vorurteilen zu kämpfen. Doch ihr Image hat sich gewandelt: Heute gelten sie als modern und energiesparsam. Ihr Marktanteil liegt bundesweit bei rund 15 Prozent, in einigen Bundesländern, wie in Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg, sogar bei über 20 Prozent. Dort wird also jedes fünfte neu genehmigte Eigenheim in Fertigbauweise errichtet.
 
Klassisches Handwerk verbindet sich mit moderner Fertigung
Der deutsche Holz-Fertigbau ist geprägt von mittelständischen Familienunternehmen, die oft vor Jahrzehnten als Zimmereien gegründet wurden und sich zu modernen Herstellern mit industrieller Vorfertigung entwickelt haben. „Das Besondere an der Branche ist, dass klassisches Handwerk mit hochtechnisierter Präzisionsfertigung verknüpft wird“, so Klaas. Die vorgefertigten Teile werden auf der Baustelle in wenigen Tagen zum Rohbau montiert und dann ausgebaut. Für alle Arbeiten haben die Hersteller in der Regel eigene Experten, so dass die Leistungen aus einer Hand kommen. Inneneinrichtung und Architektur werden überwiegend nach den Wünschen des Bauherrn individuell geplant.
 
Fertighäuser in Musterhausparks
Die meisten Bauherren kommen über Musterhausausstellungen mit dem Holz-Fertigbau in Kontakt. In den voll eingerichteten Häusern stehen Fachberater bereit und informieren über Ausstattung, Architektur und den Grundriss der Häuser, sowie über die Hausfinanzierung. „Die Berater sind Allrounder in Sachen Hausbau. Viele werden in unserer brancheneigenen Akademie ausgebildet“, erklärt Klaas.
 
Verband der Fertighaus-Hersteller
Im BDF sind die 45 führenden bundesweit tätigen Hersteller von Holz-Fertighäusern organisiert. Die meisten haben ihren Stammsitz in Süddeutschland, betreiben aber in ganz Deutschland Beratungsbüros und Musterhäuser. Die Branche hat sich hohe Qualitätsstandards gesetzt. Dafür sorgt die Satzung der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF), in der sich renommierte Unternehmen vor über 20 Jahren zu unabhängigen Kontrollen im Werk und auf der Baustelle verpflichtet haben. Standard-Informationsquelle über den Holz-Fertigbau ist die Internetseite www.fertighauswelt.de: Dort können Bauherren und Bauinteressierte viel über die Geschichte der Fertigbauweise, über Energiespartechnik und Architektur im Fertigbau erfahren. Außerdem ist dort ein Wegweiser zu den 15 großen Musterhausausstellungen mit Fertighäusern zwischen Hannover und München zu finden.

Musterhäuser in Fertigbauweise in Hechingen

Wenn Sie Musterhäuser in Fertigbauweise besichtigen wollen, so kommen Sie doch mal nach Hechingen. Hier finden Sie: KfW 55 Haus und ein 3-Liter-Haus. Dazu bekommen Sie unsere kompetente Beratung und bis zu 5 Haus-Angebote gratis. Vergleichen lohnt sich.

Musterhauspark
iQHausbau GmbH
Stillfriedstr. 5-9
72379 Hechingen
Tel: 07471-9309542
http://www.iqhausbau.de
E-Mail: info@iqhausbau.de
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